Mühle Spielregeln und Geschichtliches

Mühle Spielregeln

Das Spiel der Mühle hat seinen Ursprung in Ägypten. Dort wurde 1400 v. Chr. bereits Mühle gespielt. Im alten Rom gab es zwei verschiedene Varianten. Einmal die große Mühle („Mola“) und einmal die Kreismühle („Mola rotunda“). Die Spielbretter waren zumeist aus Holz, Elfenbein, Marmor oder Ton. Aber auch an öffentlichen Plätzen ritzten die Römer in Steinböden Spielfelder ein.

Vom 11. bis 18. Jahrhundert war Mühle in Europa das beliebteste Brettspiel.

Das Spiel wird in drei Phasen gespielt. Dabei besitzt jeder Spieler neun runde, flache, einfarbige Spielsteine. Jeder Spieler spielt dabei mit einer anderen Farbe als der Gegner. Im gesamten Spiel kann durch Bildung von einer Mühle ein gegnerischer Stein vom Spielfeld genommen werden. Eine Mühle ist gebildet, wenn in einer Graden drei eigene Steine nebeneinander liegen.

Die erste Phase ist die Setzphase. Dort werden die neun Steine abwechselnd auf das Spielbrett gesetzt. Es sollte dabei versucht werden eine große Beweglichkeit der eigenen Steine zu sichern. Weshalb bevorzugt auf die vier Kreuzungspunkte die Steine in der ersten Phase gesetzt werden.

Die zweite Phase ist die Zugphase. In dieser Phase dürfen die Spieler abwechselnd einen ihrer Steine auf einen freien Nachbarpunkt ziehen. Dabei sollte eine „Doppelmühle“ oder „Zwickmühle“ vorzugsweise gebildet werden. Dies sind Mühlen wo ein Stein in einer Mühle steht und durch das Ziehen auf ein Nachbarfeld in einer erneuten Mühle übergeht. Dabei kann der Stein immer wieder erneut in die vorherige Mühle zurückgezogen werden.

Wenn ein Spieler nur noch drei Steine auf dem Spielfeld besitzt, beginnt dieser Spieler die Endphase. In der Endphase kann der Spieler mit drei Steinen auf dem Spielfeld springen. Er kann dabei in einem Zug mit einem Stein auf einen beliegen freien Spielfeldpunkt springen. Wenn der Gegner dem Spieler dann einen weiteren Spielstein abnimmt, hat der Spieler mit zwei Spielsteinen verloren.

Auch kann durch geschicktes Spielen der Gegner in die Unbeweglichkeit gesetzt werden. Der unbewegliche Gegner ist dann Verlierer der Partie.

Ein Remis entsteht, wenn keiner der Spieler einen Fehler begeht.

Der Welt-Mühlen-Dachverband (WMD) legt die genauen Spielregeln fest und richtet regelmäßige Turniere aus. Der erfolgreichste europäische Mühlespieler ist der schweizerische Großmeister Alain Flury. Er hat bereits über zwanzig Turniersiege errungen. Wobei er mindestens zehn ohne eine einzige Niederlage gewonnen hat. In Europa besitzt die Schweiz als einziges Land zwei Mühlespielvereine.

Durch die globale Vernetzung über das Internet, können viele Spieler mit andere Spielern digital miteinander trainieren und sich gegenseitig messen.

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